Welche Gefahren lauern bei Veröffentlichung Ihrer persönlichen Daten im Internet?
Welche Gefahren lauern bei Veröffentlichung Ihrer persönlichen Daten im Internet?
Die aktuelle Studie des Verbraucherministeriums www.bmelv.de belegt, dass äußerste Vorsicht geboten ist, wenn Sie persönliche Daten im Internet veröffentlichen. Insbesondere solche, welche ein falsches Bild auf Ihre Person werfen. Das Angebot interaktiv am Internetleben teilzunehmen steigt täglich. Zahllose Portale entstehen, wo Bilder, Filme, Meinungen, Bewertungen, Profile und vieles mehr angelegt werden können. Es gibt kaum noch eine Diskothek wo nicht die wildesten Partyfotos auf der eigenen Webseite abgebildet werden. Ganz zu schweigen von den Möglichkeiten wenn Sie sich eine private Webseite erstellen. All diese Informationen werden veröffentlicht, gespeichert, ausgewertet, indexiert und auf lange Zeit archiviert. Einmal im Internet veröffentlicht sind Ihre Daten jedem zugänglich auf lange Zeit, wenn nicht sogar für immer. Hierzu einfach mal das Internetarchiv besuchen und Webseiten vergangener Tage anschauen. Unter www.archive.org finden Sie die WayBackMachine.
Suchmaschinen sorgen für eine schnelle Verbreitung und speichern in Ihrem Cache ältere Versionen von Inhalten zwischen. Speziell Personensuchmaschinen sammeln Ihre persönlichen Daten und stellen diese auf Abruf interessierten Personen zur Verfügung.
Was hat das für Auswirkungen auf Ihr Leben, besonders jenes der Berufseinsteiger und Umsteiger?
Enorme. Wollen Sie, dass sich Ihr zukünftiger Arbeitgeber umfangreich über Ihr Privatleben informiert ohne Sie jemals gesehen zu haben? Wollen Sie wirklich Ihre Privatsphäre als Kriterium zur Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bereitstellen? Mit Sicherheit nicht.
Wer sind die Menschen die nach Ihren Internet Aktivitäten suchen und Sie anhand dieser analysieren, bewerten und im schlimmsten Fall verurteilen? Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, warum Sie nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurden, obwohl die Bewerbung 1a war? Es kann daran liegen, dass Ihre Internet Aktivitäten nicht in das Bewerbungsprofil passen. Obwohl die zusammengetragenen Infos nichts mit Ihrem beruflichen Leben oder Ihrer beruflichen Einstellung zu tun haben, tragen sie maßgeblich dazu bei, ob Sie zu den geeigneten Bewerbern für die neue Stelle gehören, wie die Studie des Verbraucherministeriums (Seite 6 siehe Download-Link unten) belegt. Sind Sie z.B. ein aktiver Twitterer, könnte das negativ ausgelegt werden. Der zukünftige Arbeitgeber könnte sich fragen „Wann arbeiten Sie eigentlich?“ oder „Sie erzählen ja alles der ganzen Welt!“. Je nachdem wie Ihre Aktivitäten im Internet aussehen, könnte es negativ aber auch positiv aufgefasst werden.
Über jede Aktivität im Internet sollten Sie sich vorher Gedanken machen, welche Auswirkungen das, speziell auf Ihre berufliche Karriere, haben kann. Fangen Sie an das Internet zu Ihrem Vorteil zu nutzen dann steht Ihnen die Welt offen.
Wie schützen Sie Ihre Privatsphäre?
Was können Sie tun damit Inhalte, die Ihnen negativ ausgelegt werden können, wie z.B. pikante Partybilder, aus dem Internet verschwinden? Jeder von uns hat ein Persönlichkeitsrecht und damit Recht auf Schutz der eigenen Privatsphäre. Sollten Sie Inhalte im Internet finden, die Ihnen negativ zu lasten gelegt werden könnten, versuchen Sie diese schnellstmöglich aus dem Internet zu verbannen. Das können Partybilder sein, Videos, negatives zu Ihrer Person, die in Blogs oder Foren veröffentlicht werden. Fotografien, die ohne Ihre Einwilligung im Internet veröffentlicht werden, können Sie auf der Basis des Kunsturhebergesetzes entfernen lassen. Am besten kontaktieren Sie dazu den Betreiber der Seite und bitten um Entfernung des Bildes. Reagiert dieser nicht, sollten Sie in drastischen Fällen einen spezialisierten Rechtsanwalt beauftragen, um Ihre Rechte durchzusetzen. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie auf Internetseiten oder in Foren öffentlich beleidigt werden. Auch hier haben Sie einen Anspruch auf Entfernung der Inhalte, wenn unzutreffende Tatsachenbehauptungen Ihre Persönlichkeitsrechte einschränken oder Sie grob beleidigt werden (Schmähkritik).
Meinungsäußerungen unterhalb der Schwelle der Schmähkritik sind von der Meinungsfreiheit geschützt und können nicht unterbunden werden.
Wenn Sie erfahren, dass etwas gegen Ihren Willen im Netz ist, handeln Sie schnell und warten Sie nicht lange. Jeder Tag den man verstreichen lässt, sorgt für weitere Verbreitung oder die Archivierung, z.B. bei Archive.org.
Ihre privaten Infos werden nicht durchweg negativ bewertet
Fakt ist, dass pikante private Bilder mit Ihrer Person bei fast der Hälfte der Betriebe negativ gewertet werden. 62 Prozent bewerten es als positiv, wenn Sie im Internet über Hobbies oder Ihr soziales Engagement berichten. Mehr als die Hälfte der Unternehmen sagt, dass Sie durch zusätzliche Informationen aus dem Internet interessanter werden. Wenn Sie sich im Internet negativ über Ihre bisherige Arbeit oder Ihr Arbeitsumfeld äußern, beeinflusst das Ihr Bewerberprofil negativ und das bei 76 Prozent der Befragten Unternehmen. Denken Sie immer daran, alles was Sie im Internet veröffentlichen, kann für und gegen Sie verwendet werden.
Folgende Aktivitäten können eine positive Wirkung auf Ihre Persönlichkeit haben:
Berichte über soziales Engagement
Berichte über Hobbys
Aktivitäten die mit Ihren Interessen zu tun haben
Aktivitäten die mit Ihrem Job zu tun haben
Politisches Engagement
Erfolge im Sport
Preise, Auszeichnungen
Links zur Studie:
www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/641322/publicationFile/36242/InternetnutzungVorauswahlPersonalentscheidungen.pdfhttp://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/641322/publicationFile/36242/InternetnutzungVorauswahlPersonalentscheidungen.pdf
Links zu sozialen Netzwerken:
netzwertig.com/2008/04/15/zn-aktuelles-ranking-149-social-networks-aus-deutschland/
Links zu Videoportalen:
Links zu „Wer kann mir helfen?“:
Wenn Sie als Leser weitere Quellen kennen würden wir uns über eine Zuschrift Ihrerseits freuen. >> Kontakt
Michael Müller
CEO - VirtualTrends Int. Ltd. & Co. KG - Werbeagentur für digitale Medien