Internet Hochgeschwindigkeitsnetze

Patrick Zuncke – Leiter des Fachbereiches "Highspeed Datenleitungen"

VDSL –  das steht für "Very High Data Rate Digital Subscriber Line".

In Deutschland ist diese Technik seit 2006 mit der Einführung durch die Deutsche Telekom AG, T-Com verfügbar und das für zur Zeit 12 Städte und bis Ende 2006 rund 6 Millionen Haushalte bundesweit.

Die Städte im einzelnen: Berlin, Düsseldorf, Fürth, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Offenbach und Stuttgart.

Die Technik bietet dem Endverbraucher die Möglichkeit gleichzeitig Internet,  Telefonie per Voice over IP (VoIP) und Fernsehen über die Breitbandanbindung zu nutzen (man spricht hier von Triple Play). Durch die extrem hohen Übertragunsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s wird Video on Demand oder die Übertragung von HDTV möglich, auch parallel von mehreren Kanälen.

Alternativ kann man auch in Gebieten in denen heute noch kein VDSL verfügbar ist, schnelle Anschlüsse von 6 oder 16 Mbit/s erhalten. Diese Angebote beinhalten z.B. kein Live TV aber z.B. umfangreiche Video on Demand Archive.

Kabelgesellschaften bieten im Moment auch Triple Play an, allerdings sind hier Geschwindigkeiten von 10 Mbit/s das Maximum.

Nutzer, die große Datenpakete wie ganze Fotoserien verschicken, profitieren bei VDSL besonders von der hohen Upload-Geschwindigkeit. Die Fachpresse, wie z.B. c´t Computermagazin konstatiert: "Die VDSL-Technik stellt bisherige Anschlussarten in den Schatten", erläutert c't-Redakteur Dusan Zivadinovic. "Es lassen sich bis dato im Privatbereich nicht gekannte Durchsatzraten erzielen." Der Download eines MP3-Songs dauert nur noch einen Wimpernschlag.

Fußball-Bundesliga in hochauflösenden HD-Bildern erhalten die Fans nur über VDSL. Außerdem liefert die Telekom einen Receiver mit eingebauter Festplatte mit, der sich als digitaler Videorecorder nutzen lässt. Auch kommt der Komfort hier nicht zu kurz. Die sogenannte Time Shift Funktion ermöglicht zeitversetztes Fernsehen: TV Sendungen können jederzeit gestoppt aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende geschaut werden, das ermöglicht schnell ein kühles Bier aus dem Kühlschrank holen ohne die spannende Torszene zu verpassen. Die Kabelkunden dagegen erhalten nur Receiver ohne Aufnahmemöglichkeit.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für das neue Glasfasernetz liegen auch im Bildungsbereich: Mit einer Bandbreite von bis zu 50 MBit/s läßt sich gleichzeitig eine 3D-Videokonferenz übertragen oder am Unterricht in virtuellen Klassenzimmern teilnehmen.

Entscheidend für die Durchsetzung der Internet Hochgeschwindigkeitsnetze zum Massenmarktprodukt wird ein verbraucherfreundlicher Service und eine einfache Bedienbarkeit sein.

Ein Ausblick auf die weitere Entwicklung zeigt das mit Quadruple Play die mögliche Erweiterung von Fernsehen, Internet und Telefon in Richtung Mobilfunk als nächste Innovationsstufe in einigen Jahren ansteht.

Weitere Informationen: www.t-home.de